{"id":3357,"date":"2025-07-10T17:39:42","date_gmt":"2025-07-10T17:39:42","guid":{"rendered":"https:\/\/elisagratias.com\/propuesta\/?p=3357"},"modified":"2025-09-11T14:27:15","modified_gmt":"2025-09-11T14:27:15","slug":"das-fehlende-element-mit-wasserretention-gegen-die-klima-katastrophe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/elisagratias.com\/es\/2025\/07\/10\/das-fehlende-element-mit-wasserretention-gegen-die-klima-katastrophe\/","title":{"rendered":"Das fehlende Element: Mit Wasserretention gegen die Klima-Katastrophe"},"content":{"rendered":"\r\n<p>Wasser kann den Klimawandel bek\u00e4mpfen\u201c, schreibt die Unterorganisation der Vereinten Nationen, UN Water, auf ihrer Website. In Deutschland sind die Grundwasserspiegel auf einem Tiefstand. Weltweit verliert die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wissen\/seen-wasser-duerre-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">H\u00e4lfte der Seen<\/a>drastisch an Wasser.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.welthungerhilfe.de\/informieren\/themen\/fuer-wasser-und-hygiene-sorgen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">2,2 Milliarden Menschen<\/a>\u00a0auf der Erde hatten Stand 2021 keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>W\u00e4hrend Industrie und\u00a0<a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/landwirtschaft\">Landwirtschaft<\/a>\u00a0ihrem Profitstreben folgen, Regierungen Klimagespr\u00e4che f\u00fchren und Wissenschaftler nach technologischen L\u00f6sungen zur Anpassung an die angeblich unvermeidbare\u00a0<a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/klimakatastrophe\">Katastrophe<\/a>\u00a0suchen, setzen lokale Initiativen an verschiedenen Orten der Welt bereits Schritte um, die der Klimaerw\u00e4rmung entgegenwirken k\u00f6nnen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wasserretentionslandschaften in Portugal<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Eines dieser Projekte ist die Forschungsgemeinschaft Tamera in S\u00fcdportugal, wo eine von Menschen angelegte Wasserretentionslandschaft \u2013 unter anderem Wasserr\u00fcckhaltebecken wie Seen, tempor\u00e4re Teiche und Gr\u00e4ben auf H\u00f6henlinien \u2013 Regenwasser speichern und es daran hindern, ungenutzt abzuflie\u00dfen.<br \/><br \/>Heute ist das Gel\u00e4nde eine gr\u00fcne Oase inmitten der trockenen Region Alentejo. Es zeigt die Wirksamkeit der Methode, aber auch ihre Grenzen, denn der Wasserspiegel in den Seen sinkt seit f\u00fcnf Jahren wieder.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u201eDer\u00a0<a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/klimawandel\">Klimawandel<\/a>\u00a0wird in der Regel auf die steigenden CO2-Emissionen zur\u00fcckgef\u00fchrt, doch zerst\u00f6rte Wasserkreisl\u00e4ufe tragen ebenfalls wesentlich zur Erderw\u00e4rmung bei\u201c, erkl\u00e4rt Silvano Rizzi, Experte f\u00fcr nachhaltiges Wassermanagement, beim Mittagessen im k\u00fchlen Schatten unter einem Baum im hei\u00dfen S\u00fcden Portugals.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Er besch\u00e4ftigt sich seit 2013 intensiv mit Wasserretentionslandschaften in Spanien,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/portugal\">Portugal<\/a>\u00a0und generell. Silvano lebt in Tamera und ist dort Teil des \u00d6kologie- und Landschaftsteams, worin er ma\u00dfgeblich an der Wasserretentionsforschung der Gemeinschaft mitwirkt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Mit dem Ziel, die Lebensgemeinschaft mit Wasser und selbstangebautem Gem\u00fcse zu versorgen, wurde in dem ansonsten durch \u00dcberweidung ausgetrockneten Landstrich ein System von miteinander verbundenen Wasserr\u00fcckhaltebecken geschaffen: kleine und gr\u00f6\u00dfere Seen und sogenannte Swales \u2013 horizontal angelegte kleine Gr\u00e4ben und D\u00e4mme, in denen sich das Wasser bei Starkregen sammelt und so dezentral wie m\u00f6glich verteilt und einsickern kann.<br \/><br \/>Bei der Umsetzung der Wasserretentionsbecken half ihnen der \u00f6sterreichische Spezialist und Vision\u00e4r f\u00fcr Permakultur und \u00f6kologische Heilung, Sepp Holzer.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wasserretentionslandschaft in Tamera<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Bauarbeiten starteten im Jahr 2007<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Am Anfang stand die Frage, ob es in einer trockenen Region wie dem Alentejo in S\u00fcdportugal m\u00f6glich w\u00e4re, 300 Menschen mit Wasser zu versorgen. Holzer sagt: \u201eImmer sind dieselben Fragen, immer sind dieselben Bedenken. Wo soll denn das Wasser herkommen? Wie soll ich denn in so einen staubtrockenen Boden ohne Zufluss, ohne Wasserzulauf, ohne Bach, einen See bauen oder schaffen? Die Menschen haben es einfach verlernt, den Segen von oben, also den Regen, zu nutzen.\u201c<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>2007 begannen die Bauarbeiten. Alle Eingriffe in die Natur erfolgten ausschlie\u00dflich mit den vor Ort vorhandenen Baumaterialien. Es wurde kein Beton, Stahl oder Kunststofffolie verwendet. Dieses Grundprinzip, alle wasserf\u00fchrenden Bereiche nicht gegen das Erdreich abzudichten, l\u00e4sst das Niederschlagswasser in den Erdk\u00f6rper eindringen, wodurch der Grundwasserspiegel angehoben wird. Bereits 2009 waren der gro\u00dfe \u201eSee 1\u201c und die Teiche voll.<br \/><br \/>Die Wasserretentionsr\u00e4ume haben geschwungene Ufer, verschiedene Tiefenzonen, diverse Ufer- und Wasserpflanzen und sind l\u00e4ngs zur Hauptwindrichtung angelegt. Dadurch bleibt das Wasser stets in Bewegung, reichert sich mit Sauerstoff an und reinigt sich selbst. Au\u00dferdem wurden Tausende B\u00e4ume und andere einheimische Gew\u00e4chse gepflanzt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>\u201eWo sich wieder Vegetation entfalten kann, wird <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/kohlendioxid\">CO2<\/a> organisch gebunden. Dann gibt es weder Fluten noch W\u00fcstenbildung, weder Klimakatastrophe noch Hunger, sondern Artenvielfalt, stabile \u00d6kosysteme und eine F\u00fclle von Wasser, Nahrung und Energie\u201c, f\u00fchrt Silvano aus.<br \/><br \/>Dennoch sieht die Lage 2023 kritisch aus. Auch wenn auf dem 140 Hektar gro\u00dfen Gel\u00e4nde Tausende angepflanzte Obstb\u00e4ume, aufgeforstete Mischwaldst\u00fccke, Blumenstr\u00e4ucher und Gem\u00fcsepflanzen gedeihen, ist der \u201eSee 1\u201c nur noch halb voll. Jedes Jahr wird er leerer. \u201eDas liegt daran, dass seit etwa f\u00fcnf Jahren immer weniger Niederschlag f\u00e4llt\u201c, sagt Silvano.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Gesamte Region br\u00e4uchte Wasserretentionslandschaften<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>In der Region wird intensive Landwirtschaft, zum Beispiel Eukalyptus-Monokulturen und Beeren-Anbau, betrieben, die Grundwasser aus gro\u00dfen Tiefen nutzt, wodurch der Grundwasserspiegel in der gesamten Region noch st\u00e4rker sinkt.<br \/><br \/>Trotz der niederschlagsarmen Winter ist Tamera dank ihrer Retentionslandschaft resilient, so der Wasserexperte. \u201eUm das Klima zu beeinflussen, wie es einem Partnerprojekt der Gemeinschaft in Indien gelang, m\u00fcssten in der gesamten Region Wasserretentionslandschaften erschaffen werden und die Landwirtschaft in der gesamten Region auf Diversit\u00e4t und Nachhaltigkeit statt auf Profit und Monokulturen setzen\u201c, f\u00fchrt Silvano aus. Das besagte Projekt in <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/indien\">Indien<\/a> hei\u00dft Tarun Bharat Sangh und zeigt in der Tat, wie wirksam die Methode der Wasserretentionsr\u00e4ume ist, wenn sie sich auf eine ganze Region ausweitet.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Rajendra Singh aus Rajasthan wird auch als \u201eWasser-Gandhi\u201c bezeichnet. 1985 begann er Gebiete nahe der W\u00fcste Thar wieder zu begr\u00fcnen und trug erfolgreich dazu bei, etwa 8600 Quadratkilometer trockenster B\u00f6den komplett zu regenerieren.<br \/><br \/>Singh mobilisierte die Dorfgemeinschaften, um mit traditionellen Methoden Tausende Wasserretentionsr\u00e4ume, sogenannte Johads, zu bauen. Der geringe Niederschlag, der in solchen Regionen oft innerhalb k\u00fcrzester Zeit als Sturzregen \u00fcber die Erde bricht, wurde so aufgefangen und gen\u00fcgte, um die durch Misswirtschaft zerst\u00f6rte Natur zu regenerieren.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p>M\u00e4dchen vom Stamm der Meena bringen ihr Vieh zum Regenwasserspeicher (Johad) des Dorfes Mandalwas.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Seine Initiative gab mindestens 1200 D\u00f6rfern wieder eine Lebensgrundlage. Die ganze Region kann heute hunderttausend Menschen wasser- und lebensmittelautark versorgen. 13 vollkommen ausgetrocknete Fl\u00fcsse wurden wieder ganzj\u00e4hrig zum Flie\u00dfen gebracht. Um diese Gew\u00e4sser vor erneuter Ausbeutung durch Regierung und Konzerne zu sch\u00fctzen, gr\u00fcndeten die Dorfbewohner \u201eWasserparlamente\u201c und behielten damit das Wasser in ihrer Hand.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Singhs Initiative best\u00e4tigt die Beobachtungen von immer mehr Experten: Dadurch, dass weitr\u00e4umig in einer ganzen Region das Regenwasser wieder in den Erdk\u00f6rper einsickern und dieser sich dadurch mit Vegetation bedecken konnte, ver\u00e4nderten sich die Wettermuster grunds\u00e4tzlich. Die Niederschl\u00e4ge kamen zur\u00fcck und vermehrten sich.<br \/><br \/>Heute sind sie wieder so ausgewogen wie in fr\u00fcheren Zeiten. 2015 erhielt Rajendra Singh f\u00fcr seine Arbeit den renommierten Stockholmer Wasserpreis, der auch der \u201eNobelpreis f\u00fcr Wasser\u201c genannt wird.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ein Konzept f\u00fcr Europa?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die Frage ist, ob \u00fcberall und insbesondere in <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/europa\">Europa<\/a> umgesetzt werden kann, was in Rajasthan funktioniert. Und wie viele Retentionsr\u00e4ume notwendig sind, um auch hier die Wasserkreisl\u00e4ufe wiederherzustellen. \u201eDas Wissen daf\u00fcr liegt vor. Es kommt auf ein neues Bewusstsein daf\u00fcr an, dass kein Regenwasser oberfl\u00e4chlich abflie\u00dfen darf\u201c, sagt Silvano.<br \/><br \/>Seine Mitstreiter Martin Winiecki und Christa Dregger schrieben schon 2015 in einem Artikel: \u201eWir k\u00f6nnen nicht mehr auf Regierungen warten, um den <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/klimawandel\">Klimawandel<\/a> zu l\u00f6sen. W\u00e4hrend Konferenz um Konferenz ohne L\u00f6sung vergeht und die Wetterkatastrophen immer schlimmer und t\u00f6dlicher werden, liegen konkrete L\u00f6sungen vor. (\u2026) M\u00f6gen sich \u00fcberall auf der Welt neue Gruppen und Gemeinschaften von Menschen zusammenschlie\u00dfen, um gemeinsam ihre und unsere Lebensgrundlage zu sichern: gesundes Wasser und eine gesunde Natur.\u201c<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ist es wirklich so einfach? K\u00f6nnen einzelne Privatpersonen und Gemeinschaften die Sache selbst in die Hand nehmen und auch mit kleinen Retentionsr\u00e4umen Einfluss nehmen? Silvano sagt: \u201eJa, auf verschiedenste Arten und Weisen.\u201c<br \/><br \/>Er glaubt nicht, dass wir uns abschrecken lassen sollten von der uns eingefl\u00f6\u00dften Unm\u00f6glichkeit, den Klimawandel aufzuhalten. \u201eJeder kann dort ansetzen, wo er lebt und konsumiert. Zum Beispiel kann man Regenwasser, das vom Dach \u00fcber die Rinnen abl\u00e4uft, auf B\u00f6den leiten, wo es einsickern kann. \u201aSchwammst\u00e4dte\u2018 sind ein offizielles Beispiel, das auch durch die EU gef\u00f6rdert wird. Jeder, der einen Garten oder Land hat, kann daf\u00fcr sorgen, dass kein Regenwasser das eigene Land verl\u00e4sst und von oben nach unten so dezentral wie m\u00f6glich in den Boden einsickert\u201c, erkl\u00e4rt er.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Rajendra Singh (l.) erh\u00e4lt 2015 den Stockholmer Wasserpreis.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Jonas Borg\/dpa<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Rajendra Singh sagt: \u201eHeute haben wir \u00fcberall auf der Welt ein zentralisiertes Wassermanagement, und Wasser ist eine Ware geworden. Das verursacht Ungerechtigkeiten und Spannungen. Es gibt sehr viele Menschen, die kaum noch Wasser, und wenige, die viel haben. Das neue Paradigma ist ein dezentrales Wassermanagement in den H\u00e4nden von Gemeinden und Gemeinschaften.\u201c<br \/><br \/>Die von ihm beschriebenen Spannungen werden heute bereits in Europa sp\u00fcrbar, wie in Frankreich, wo sogenannte Megabecken f\u00fcr die industrielle Landwirtschaft eine gro\u00dfe Protestwelle ausl\u00f6sten, auf die der Staat zum Teil mit Polizeigewalt antwortete.<br \/><br \/>Laut dem\u00a0<a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/wasser\/grundwasser\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Umweltbundesamt<\/a>\u00a0ist auch in Deutschland der Grundwasserstand in vielen Regionen deutlich gesunken und die \u201eWasserverf\u00fcgbarkeit f\u00fcr alle und jeden Zweck ist keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit mehr\u201c, auch wenn die Bev\u00f6lkerung aufgrund eines regenreichen Sommers einen anderen Eindruck haben mag.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wasserretention scheint laut den Erfahrungen in Portugal und Indien eine effektive L\u00f6sung zu sein. Rajendra Singh glaubt \u201ean lokale Aktionen, wenn sie von einer globalen Strategie begleitet sind\u201c. Silvano ber\u00e4t und betreut Wasserretentionsprojekte an verschiedenen Orten und gibt den Medien Interviews, um in der Bev\u00f6lkerung das n\u00f6tige Bewusstsein f\u00fcr das Problem der zerst\u00f6rten Wasserkreisl\u00e4ufe und vor allem die M\u00f6glichkeit ihrer Regeneration zu schaffen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><em><em>Das ist ein Beitrag, der im Rahmen unserer Open-Source-Initiative eingereicht wurde. Mit\u00a0<\/em><em><a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/intro.357116\">Open Source<\/a><\/em><em>\u00a0gibt der Berliner Verlag freien Autorinnen und Autoren sowie jedem Interessierten die M\u00f6glichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualit\u00e4tsstandards anzubieten.\u00a0<\/em><a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/topics\/open-source\"><em>Ausgew\u00e4hlte Beitr\u00e4ge werden ver\u00f6ffentlicht und honoriert.<\/em><\/a><\/em><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wasser kann den Klimawandel bek\u00e4mpfen\u201c, schreibt die Unterorganisation der Vereinten Nationen, UN Water, auf ihrer Website. In Deutschland sind die Grundwasserspiegel auf einem Tiefstand. Weltweit verliert die\u00a0H\u00e4lfte der Seendrastisch an Wasser.\u00a02,2 Milliarden Menschen\u00a0auf der Erde hatten Stand 2021 keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 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